• Georg Dornauer

Die ersten offiziellen Fälle Österreichs - in Tirol

25. Februar 2020

Die ersten offiziellen Corona-Fälle Österreichs kommen aus Tirol. Das aus der Lombardei stammende Paar arbeitet in Innsbruck und hat sich vermutlich bei einem Heimurlaub angesteckt.


Die beiden 24-jährigen melden sich selbstständig, nachdem sie leichte Symptome entwickelt haben. Das Paar hat am Wochenende vor der Meldung an einer Iglu-Party auf der Innsbrucker Nordkette teilgenommen. Die Kronen Zeitung berichtet:


Die beiden 24-jährigen Italiener waren laut den Verantwortlichen am vergangenen Samstagnachmittag gegen 16 Uhr zunächst mit der Hungerburgbahn bergwärts gefahren, dann gegen 16.15 Uhr mit der Nordkettenbahn auf die Seegrube und schließlich weiter auf das Hafelekar. Im Anschluss haben sie sich wiederum talwärts zur Seegrube begeben, wo sie von etwa von 17.30 Uhr bis 19 Uhr beim Restaurant Cloud 9 im Freien nahe der dortigen Bühne gefeiert haben, so Rizzoli. Mit der letzten Gondel um 19 Uhr habe sich das Paar dann mit der Hungerburgbahn wieder talwärts begeben, wie die Kronen Zeitung am 26. März 2020 berichtete.


Der Arbeitsplatz der Italienerin, das Hotel Europa in Innsbruck, wird unter Quarantäne gestellt. 62 Personen aus dem Umfeld des Paares werden auf Covid-19 getestet. Landessanitätsdirektor Katzgraber hält eine

Ansteckung für die weiteren Fahrgäste der Nordkettenbahn aus medizinischer Sicht für "sehr unwahrscheinlich".

Bundeskanzler Kurz bekräftigt, dass die österreichischen Behörden auf Covid-19 vorbereitet sind: "Es ist ein Fall eingetreten, auf den wir vorbereitet sind, und jetzt gilt es rasch zu reagieren."


Innenminister Nehammer versichert: "Wir tun alles, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern, und das in enger Abstimmung mit den Landeshauptleuten, den Landessanitätsdirektionen, den Landespolizeidirektionen und den involvierten Ministerien."


Pandemisches Potential

Die WHO spricht dem neuartigen Coronavirus am 26. Februar ein "pandemisches Potential" zu und fordert weltweit dazu auf, aggressiv auf die Bedrohung durch Covid-19 zu reagieren.


Die Tiroler Behörden halten an der Erzählung fest, dass die Covid-19-Bedrohung von Italien ausgeht. Im Krankenhaus Zams werden 19 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden unter "besondere Beobachtung" gestellt, weil sie den Karneval in Venedig besucht hatten.


Der Zuständige Landesrat Bernhard Tilg erklärt, dass die Behörden auf die Verdachtsfälle reagiert und ein Covid-19-Maßnahmenpaket geschnürt hätten. Unter anderem soll eine spezielle Coronavirus-Ambulanz auf der Innsbrucker Klinik eingerichtet werden.


Wohlgemerkt über einen Monat nach dem Hinweis auf den ersten Corona-Fall im Kühtai.




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